XI. EUREKA Interparlamentarische Konferenz
Die europäische Forschungsinitiative EUREKA
- dient der grenzüberschreitenden Kooperation für marktnahe Forschung und Entwicklung
- bietet Unterstützung bei der Suche nach Kooperationspartnern
- erlaubt internationalen Industriepartnern freie Projektgestaltung und Konsortialbildung
- hilft Fördermöglichkeiten zu eröffnen
- bietet das EUREKA-Label als Werbemittel
Aufgaben und Ziele
EUREKA ist ein flexibler, offener Rahmen für Forschungs- und Entwicklungskooperationen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im anwendungsnahen Bereich für zivile Zwecke. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit für marktnahe Innovationen soll gestärkt, das in Europa vorhandene Potential an fachlichem Know-how und finanziellen Ressourcen soll gebündelt werden.
Dadurch sollen Beiträge geleistet werden
- zur weiteren Integration des europäischen Binnenmarktes und zur Entwicklung einer gemeinsamen Infrastruktur in Europa;
- zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten;
- zur Lösung länderübergreifender Probleme, insbesondere im Umweltbereich und
- für gemeinsame europäische Normung.
Entstehung und Mitgliedschaft
EUREKA wurde 1985 von europäischen Forschungsministern in Hannover ins Leben gerufen.
Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus 26 Mitgliedstaaten - die 15 EU-Staaten sowie Island, Litauen, Norwegen, Polen, Rumänien, Russland, Schweiz, Slowenien, Tschechien, die Türkei und Ungarn - arbeiten heute in Forschungs- und Entwicklungsprojekten zusammen. Auch die Europäische Kommission ist Mitglied.
Eine Beteiligung aus Nichtmitgliedstaaten ist möglich.
Kriterien für die Zusammenarbeit
Projekte entstehen durch Initiative der Kooperationspartner aus Industrie und Wissenschaft und durch Zustimmung der Regierungen derjenigen Staaten, aus denen diese Partner kommen.
Projektanstöße kommen "von unten" (bottom up). Die Initiative geht von den Projektteilnehmern aus, die in eigener Entscheidung Thema, Partner, Art und Umfang der Zusammenarbeit festlegen.
Die Projektteilnehmer sind für die Finanzierung selbst verantwortlich. Soweit deutsche Partner Zuschüsse oder Kredite benötigen, stehen ihnen die FuE-Programme des Bundes und der Länder sowie der EU für eine Antragstellung offen. Die EUREKA-Organisation hilft hierbei.
Einige Mitgliedsländer verfügen über eigene EUREKA-Fördermittel. Diese Mittel stehen nur für anerkannte EUREKA-Vorhaben zur Verfügung. Vorteil für die deutschen Projektteilnehmer: Wenn ausländische Fördergelder in das gemeinschaftliche Projekt fließen, kommen sie damit indirekt auch ihnen zugute.
EUREKA-Label
Die Projekte erhalten das EUREKA-Label. Mit seiner Erteilung wird das Projekt in die EUREKA-Projektdatenbank aufgenommen und im Internet veröffentlicht. Neue Projekte werden jährlich auf der EUREKA-Ministerkonferenz bekanntgegeben.
Die Projektpartner nutzen damit die Öffentlichkeitswirksamkeit der Initiative.
EUREKA-Vorsitz in Deutschland
Die politische und strategische Planung sowie die Organisation aller EUREKA-Konferenzen werden durch jährlich wechselnde Vorsitzländer wahrgenommen. Seit dem 1. Juli 1999 ist der Vorsitz in Deutschland. Ein wesentliches Ziel der Bundesregierung ist es, der Initiative gemeinsam mit den Mitgliedsländern neuen Schwung zu verleihen.
Dazu sollen in Übereinstimmung mit jüngsten Erklärungen europäischer Industrievertreter die Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen an EUREKA weiter gesteigert, neue strategische Projekte aufgelegt und die Integration der mittel- und osteuropäischen Reformstaaten in EUREKA vorangetrieben werden.
Das Vorsitzjahr endet am 23. Juni 2000 mit der EUREKA-Ministerkonferenz in Hannover.
Antragstellung und weitere Information
Die Antragstellung ist jederzeit möglich. Entscheidungen über die Aufnahme neuer Projekte werden im Abstand von 2-3 Monaten getroffen.
Anlaufstelle ist das EUKEKA/COST-Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn.
Das Büro bietet Unterstützung bei der Antragstellung, hilft bei der Suche nach Kooperationspartnern, nimmt EUREKA-Anträge von deutschen Antragstellern entgegen und betreut die deutschen Teilnehmer während der Projektdauer.
Einen aktuellen Überblick über EUREKA gibt die jährlich erscheinende deutsche EUREKA-Dokumentation. Sie enthält Kurzbeschreibungen aller laufenden Projekte, Antrags- und Verfahrensregeln sowie europäische Kontakt-Adressen.
Die aktuelle Ausgabe kann kostenlos beim EUREKA/COST-Büro bezogen werden.
EUREKA im Internet:
http://www.dlr.de/EUREKA/
Die Website des EUREKA/COST-Büros bietet allgemeine Informationen in deutscher und englischer Sprache über die Initiative, Statistiken, Hinweise für Interessenten und Antragsteller einschließlich der Antragsformulare. Präsentation des deutschen EUREKA-Teams, Termine und Veranstaltungen sowie Online-Version der "EUREKA D-Info".
http://www.eureka.be
Das Internet-Angebot des EUREKA-Sekretariates in Brüssel bietet alle Informationen über die europäische Forschungsinitiative in englischer Sprache sowie die zentrale Projektdatenbank.
Die Anschrift
EUREKA/COST-Büro
DLR
Postfach 30 03 64
53183 Bonn
Tel.: + 49 - 2 28 / 44 92-2 50
Fax: + 49 - 2 28 / 44 92-2 33
E-Mail: eureka@dlr.de
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