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Weber, Wendolin
Giesenkirchener Str. 55
41238 MOENCHENGLADBACH 2
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HAUS BUNGEROTH SENIOREN-HEIM
DES DIAKONISCHEN WERKES
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41061 MOENCHENGLADBACH
MOENCHENGLADBACH 2 den, 07.02.99
Az. :eIII.I50116090090137 (bitte stets angeben)
Betr: Heutigen Besuch bei meiner Mutter
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Fr. Klassen,
beim heutigen Besuch bei meiner Mutter, in Ihrem Hause,
habe ich, wie bei jedem meiner woechentlichen Besuche,
auch dieses Mal u.a. das Schwesternzimmer auf der 2. Etage
aufgesucht, um abzustimmen ob etwas zu veranlassen
und ob alles in Ordnung ist.
Die diensthabende Schwester uebergab mir die Post und
erzaehlte mir, das Mutter, wie ich es u.a. von Fr. Dr. Wigger
erbeten hatte , Insulin gespritzt bekommt.
Weiter wurde mir gesagt, das meine Mutter neue Mieder bekommen
soll, da Sie zugenommen hat. Dem stimmte ich zu.
Sonst sei alles wie ueblich, also nichts aussergewoehnliches.
Im Gespraech mit meiner Mutter, sagte mir diese, das sie
zwar Tabletten bekaeme, aber keine Insulin-Spritzen, jedenfalls
nicht regelmaessig.
Um dies in einem Gespraech mit der diensthabenden Schwester
zu klaeren, begab ich mich nochmals auf die 2. Etage,
fand jedoch nur eine junge Schwester vor .
Ich bat Sie mir Einsicht in die Medikationsliste meiner Mutter
und die Berichte zu geben.
Sie sagte mir, das ich keinen Einblick in diese Unterlagen bekaeme,
worauf ich sie darauf hinwies, das ich als gerichtlich eingesetzter
Betreuer, dies aber verlangen muesse. Sollte es mir verweigert
werden, werde ich am Montag sofort das Gericht informieren muessen.
Ich sei auch fuer die Medikation zustaendig , soweit
es nicht genehmigungspflichtig durch das Gericht ist.
Dieses ist auch dem Haus bekannt .
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Hierauf sagte sie mir, das ueblicherweise nur die
Heimaufsicht diese Unterlagen einsehen darf und nicht die
Angehoerigen . Ausserdem sei Sie nicht berechtigt mir
die Unterlagen zu zeigen da Sie keine Schwester waere und
ich auf die diensthabende Schwester warten muesse.
Dies tat ich. Nach einer Weile ging sie die diensthabende
Schwester holen.
Diese eroeffnete mir, das ueblicherweise nur die Heimaufsicht
diese Unterlagen zur Einsicht bekommt.
Mir wurde von der diensthabenden Schwester weiterhin unterstellt,
ich sei in den Raum gegangen und habe in den Unterlagen gewuehlt.
Nach der Weigerung die Medikation einzusehen zu koennen und den
falschen Unterstellungen kam es zu einer etwas hitzigen
Auseinandersetzung. Mir wurden jedoch die angeforderten
Unterlagen vorgelegt, mit dem Hinweis das Sie keine Zeit haette
mit mir die Unterlagen durch zugehen.
Ich entgegnete , ich koenne selber lesen und will sie
nicht von der Arbeit abhalten.
Weiterhin wurde mir gesagt, das ich sowieso nur einmal im Monat
vorbeikomme (was absolut falsch ist).
Als ich beim Einsehen der Unterlagen das Berichts-Blatt umblaettern
wollte, wurde ich wieder darauf hingewiesen, das ich da nichts zu
suchen haette, das waere vom letzten Jahr und hier, diese Seite,
waere dieses Jahr.
Ich sagte, das ich die Seite aber trotzdem sehen moechte. Es
wurde mir dann unter Protest und staendigen "Palaver" gestattet.
Hier befand sich u.a. ein Eintrag, wie ich meine gesehen zu haben
(trotz des "Palaver"), das am 11.1.99 ein Dr. Peters meine Mutter
auf Harnwegsinfektion behandelt hat.
Dies wurde mir NIE mitgeteilt. Weder per Fax noch in den
woechentlichen Gespraechen.
Ich habe staendig versucht zu de-eskalieren und darauf hingewiesen,
das es zu meinen Aufgaben gehoere und ich auch dem Gericht
gegenueber verpflichtet sei, solche Dinge zu wissen und
mitzuentscheiden habe.
Die Schwester erzaehlte was von Vertrauensverhaeltnis usw. ,
worauf ich Ihr entgegnete, das ich wohl nicht staendig die
Unterlagen zur Einsicht zu nehmen wuensche und somit schon
Vertrauen zum Heim habe.
Nur wenn Diskrepanzen zwischen den Gespraechen mit dem
Pflegepersonal und dem was meine Mutter mir erzaehlte auftreten ,
halte ich es fuer angebracht Ruecksprache mit dem
Pflegepersonal zu nehmen und dies zu klaeren.
Hierzu gehoere ggf. auch die Medikation sowie die Berichte
einzusehen.
Worauf die diensthabende Schwester mich etwas anpfiff.
Dann soll ich mich mal um die Korsetts kuemmern .
Worauf ich ihr entgegnete, das meine Mutter diese immer
verschrieben bekommen haette und dies ggf. durch einen
Arzt-Besuch , ein Rezept und ggf. ein Kranken-Transport zu einem
Sanitaetshaus oder deren Besuch hier, geklaert werden koenne.
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Wieder wurde ich angepfiffen, das ich dies selber zu beschaffen
habe, am besten 2 davon .
Letztendlich stellte sich fuer mich spaeter, im Gespraech mit
meiner Mutter, heraus, dass wohl nicht Ihr medizinisches
Stuetzkorsett gemeint war, sondern Mieder/Korselett.
Auch dies war mir vorher nicht mitgeteilt worden.
Ich werde am Montag ein Miederwarengeschaeft beauftragen
sich um dieses Problem zu kuemmern.
Ich bitte Sie mir, einen Termin mitzuteilen wann ich die
Berichte in Ruhe einsehen und. ggf. Kopieren kann ohne das es zu
"Palaver" kommt. Es ist mir nicht verstaendlich, warum ich
die Unterlagen vor Februar 1999 nicht einsehen soll.
Ich bitte weiterhin, nochmals darum ueber Meditationen
ggf. per Fax unterrichtet zu werden. Die Telefonkosten
koennen ggf. vom Haus-Konto abgezogen werden.
Aeusserungen wie "eine permanente Blutzuckerueberwachung
sei mangels Personal nicht zu realisieren und ausserdem
esse meine Mutter sowieso zuviel" deshalb bringe das nichts,
halte ich nicht fuer haltbar. Dies hatte ich auch Dr. Wigger
mitgeteilt. Ich hatte sie gebeten die regelmaessige, kurzfristige
Blutzuckerkontrolle,wie es auch schon in den Krankenhaeusern
und seit dem Uebergangs-, Kurzzeitpflegeheim der Caritas
durchgefuehrt wurde auch hier zu etablien.
Es ist bekannt, das bei meiner Mutter der Blutzucker,
sogar mehrfach am Tag stark schwankt.
Sollte die Aerztin (mit der ich auch schon mehrfach gesprochen
habe) die Blutzuckerteststreifen nicht verordnen,
so teilen Sie mir dies bitte umgehend mit.
Ich werde dann sofort einen Artzwechsel veranlassen.
Ich hoffe das der heutige Vorfall lediglich auf ein
Missverstaendnis beruht.
Desweiteren moechte ich vorsorglich und aufgrund der mir
ausgehaendigten Rechnung fuer Feb. darauf hinweisen,
das ich einer Aenderung des Abrechnungsmodus nicht zugestimmt habe.
Darueber hinaus, haben Sie Einzugsermaechtigung zum Monatsende,
um nicht wieder Probleme mit der Abrechnung mit Ihnen zu bekommen.
Mit freundlichem Gruss
Wendolin Weber
zur Kenntnis : 1 x Gericht
1 x Dr. Wigger
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